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gezieltes Rückentraining

Was ist eine Spondylarthrose?

Die Spondylarthrose ist eine der häufigsten degenerativen Erkrankungen der Wirbelsäule und betrifft vor allem Menschen ab dem mittleren Lebensalter. Sie kann starke Rückenschmerzen, Bewegungseinschränkungen und eine deutliche Einschränkung der Lebensqualität verursachen. In diesem Artikel erfahren Sie, was Spondylarthrose ist, wie sie sich von anderen Wirbelsäulenerkrankungen unterscheidet, welche Symptome typisch sind und welche Therapieformen – insbesondere die Physiotherapie – nachweislich helfen.


Wie entsteht eine Spondylarthrose?

Die Spondylarthrose beschreibt eine Verschleißerkrankung der kleinen Wirbelgelenke (Facettengelenke) der Wirbelsäule. Diese Gelenke verbinden die einzelnen Wirbelkörper miteinander und sorgen für Stabilität sowie Beweglichkeit der Wirbelsäule.

Durch altersbedingte Abnutzung, Fehlbelastungen oder Bewegungsmangel kommt es zu:

  • Knorpelabbau in den Facettengelenken
  • Gelenkspaltverschmälerung
  • Knochenanbauten (Osteophyten)
  • Entzündlichen Reizzuständen

Die Erkrankung kann alle Abschnitte der Wirbelsäule betreffen:

  • Halswirbelsäule (zervikale Spondylarthrose)
  • Brustwirbelsäule
  • Lendenwirbelsäule (lumbale Spondylarthrose)

Abgrenzung zu anderen degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen

Die Spondylarthrose wird häufig mit anderen Verschleißerkrankungen der Wirbelsäule verwechselt. Eine klare Abgrenzung ist wichtig für die richtige Therapie:

▶ Spondylose

  • Betrifft primär die Wirbelkörper und Bandscheiben
  • Knochenanbauten an den Wirbelrändern
  • Weniger gelenkbezogen als die Spondylarthrose

▶ Bandscheibendegeneration / Bandscheibenvorfall

  • Schädigung der Bandscheiben
  • Häufig mit Nervenirritationen, Ausstrahlung in Arme oder Beine
  • Nicht primär die Wirbelgelenke betroffen

▶ Spinalkanalstenose

  • Einengung des Wirbelkanals
  • Oft Folge fortgeschrittener Arthrose
  • Typisch: Gehstreckenverkürzung und Beinschmerzen

???? Spondylarthrose ist somit eine gelenkbezogene Arthrose der Wirbelsäule, während andere Krankheitsbilder eher Bandscheiben oder Nerven betreffen.


Typische Symptome der Spondylarthrose

Die Beschwerden entwickeln sich meist schleichend und nehmen mit der Zeit zu:

  • Lokale Rückenschmerzen, oft dumpf oder stechend
  • Anlaufschmerzen nach Ruhephasen
  • Belastungsabhängige Schmerzen, Besserung in Bewegung
  • Morgensteifigkeit der Wirbelsäule
  • Eingeschränkte Beweglichkeit
  • Muskelverspannungen im Rücken- und Nackenbereich

In fortgeschrittenen Stadien können auch:

  • Pseudoradikuläre Schmerzen
  • Ausstrahlungen ohne klare Nervenschädigung

auftreten.


Wie wird eine Spondylarthrose diagnostiziert?

Die Diagnose erfolgt in mehreren Schritten:

1. Ärztliche Untersuchung

  • Anamnese (Schmerzverlauf, Belastung, Vorerkrankungen)
  • Prüfung der Beweglichkeit und Schmerzpunkte

2. Bildgebende Verfahren

  • Röntgen: zeigt Gelenkverschleiß und Osteophyten
  • MRT: bei Verdacht auf Weichteil- oder Nervenbeteiligung
  • CT: detaillierte Darstellung der knöchernen Veränderungen

Gängige Therapieverfahren bei Spondylarthrose

Die Behandlung ist in der Regel konservativ und verfolgt das Ziel, Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit zu erhalten.

Medikamentöse Therapie

  • Schmerzmittel (NSAR)
  • Muskelrelaxantien bei starken Verspannungen
  • Injektionen (z. B. Kortison) in schweren Fällen

Weitere Maßnahmen

  • Wärmetherapie
  • Ergonomische Anpassungen im Alltag
  • Gewichtsreduktion bei Überlastung

Die zentrale Rolle der Physiotherapie bei Spondylarthrose

Die Physiotherapie gilt als eine der effektivsten Therapieformen bei Spondylarthrose – sowohl im akuten Stadium als auch langfristig.

Positive Wirkungen der Physiotherapie

✔ Schmerzlinderung durch gezielte Mobilisation
✔ Verbesserung der Beweglichkeit der Wirbelsäule
✔ Kräftigung der stabilisierenden Muskulatur
✔ Reduktion von Muskelverspannungen
✔ Verbesserte Körperhaltung und Bewegungsökonomie
✔ Verlangsamung des degenerativen Fortschreitens

Typische physiotherapeutische Maßnahmen

  • Manuelle Therapie der Facettengelenke
  • Aktive Kräftigungsübungen für Rumpf- und Tiefenmuskulatur
  • Dehnübungen zur Entlastung der Wirbelsäule
  • Haltungsschulung und ergonomische Beratung
  • Individuelle Übungsprogramme für zu Hause

???? Bewegung ist entscheidend: Regelmäßige physiotherapeutische Betreuung kann Operationen oft vermeiden oder hinauszögern.


Fazit: Spondylarthrose gezielt behandeln und aktiv bleiben

Die Spondylarthrose ist eine häufige, aber gut behandelbare Verschleißerkrankung der Wirbelsäule. Eine frühzeitige Diagnose und ein aktiver Therapieansatz sind entscheidend. Besonders die Physiotherapie spielt eine Schlüsselrolle, um Schmerzen zu reduzieren, die Beweglichkeit zu erhalten und die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern. Bei uns im Kraftort Therapiezentrum erstellen unsere qualifizierten Physiotherapeuten einen individuellen Behandlungsplan für Ihre Beschwerden.

Unser Tipp: Je früher mit gezielter Bewegungstherapie begonnen wird, desto besser sind die langfristigen Ergebnisse.

Ihr Kraftort Team

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