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Physiotherapie, Massage und Sporttherapie in Sasel

Willkommen in unserer Praxis für Physiotherapie, Massage und Sporttherapie in Sasel und Umgebung. Wir helfen Ihnen bei Rückenschmerzen, Nackenbeschwerden, Hüftproblemen, Kniebeschwerden und vielem mehr.

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Akute Beschwerden

Wenn Sie akute, oder chronische Beschwerden haben, können Sie hier mit ärztlicher Verordnung, bzw. Diagnose therapiert werden.

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Physiotherapie und Massage in Hamburg Sasel

Therapie

Therapie ist ein wichtiger Prozess, um nach Verletzungen oder Krankheiten die körperliche und geistige Gesundheit wiederherzustellen.

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Hausbesuche ermöglichen es uns, unsere Patienten auch in ihrem vertrauten Umfeld zu behandeln und ihnen dadurch mehr Komfort und Flexibilität zu bieten.

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Kooperation

Jens Rusch, Inhaber des Kraftort Therapiezentrums in Sasel und Julian Mitzlaff, Orthopädietechnikermeister vom meevo Sanitätshaus freuen sich über ihre neue Zusammenarbeit.
 
Zukünftig gehen die Versorgung unserer Patienten mit Physiotherapie und Heil- und Hilfsmitteln Hand in Hand.
 
Das meevo Sanitätshaus ist jetzt auch im Alstertal vertreten, die Filiale liegt direkt Shop-in-Shop im Media Markt am AEZ in Poppenbüttel.
 

Patientenumfrage

Ihre Meinung ist uns sehr wichtig, denn Sie sind der Mittelpunkt unserer Arbeit. Daher freuen wir uns, wenn Sie an unserer Patientenbefragung teilnehmen!

Patientenzufriedenheit

Im Vergleich von über 80 Physiotherapiepraxen bundesweit haben wir als Kraftort Therapiezentrum bei der Patientenzufriedenheit den 2. Platz belegt. Dafür möchten wir uns ganz herzlich bei unseren Patienten für die tollen Bewertungen und bei unseren Mitarbeitern für Ihr großes Engagement bedanken!

Neuste Blog Beiträge
26. Januar 2026Das myofasziale Schmerzsyndrom (MSS) ist eine häufige, aber oft unterschätzte Ursache für chronische Muskel- und Bewegungsschmerzen. Betroffene leiden unter lokal begrenzten oder ausstrahlenden Schmerzen, die ihren Ursprung in der Muskulatur und den umgebenden Faszien haben. Anders als bei strukturellen Erkrankungen wie Bandscheibenvorfällen oder Arthrose sind beim myofaszialen Schmerzsyndrom keine dauerhaften Gewebeschäden sichtbar – die Beschwerden entstehen funktionell. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Symptome typisch sind, welche Ursachen zugrunde liegen, wie die Diagnostik abläuft, wie sich das MSS von strukturellen Erkrankungen abgrenzt und welche Rolle die Physiotherapie in der Behandlung spielt. Wie entsteht ein myofasziales Schmerzsyndrom? Das myofasziale Schmerzsyndrom ist eine funktionelle Störung der Muskulatur. Charakteristisch sind sogenannte Triggerpunkte – tastbare, druckschmerzhafte Verhärtungen in Muskelsträngen. Diese Punkte können lokale Schmerzen verursachen oder in andere Körperregionen ausstrahlen (übertragene Schmerzen). Typische Regionen sind: Nacken und Schultern Rücken (Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule) Kiefermuskulatur Hüfte und Gesäß Oberschenkel und Waden Typische Symptome Die Beschwerden sind vielfältig und individuell unterschiedlich. Häufige Symptome sind: Dumpfe, ziehende oder brennende Muskelschmerzen Druckschmerzhaftigkeit bestimmter Muskelpunkte Ausstrahlende Schmerzen (z. B. vom Nacken in den Kopf → Spannungskopfschmerz) Muskelverhärtungen und Bewegungseinschränkungen Gefühl von Steifheit, besonders morgens oder nach Belastung Rasche Ermüdbarkeit der Muskulatur Mitunter Kribbeln oder Missempfindungen ohne neurologische Ursache Die Schmerzen können akut auftreten oder chronisch bestehen und werden oft durch Stress, Fehlbelastung oder Bewegungsmangel verstärkt. Ursachen des myofaszialen Schmerzsyndroms Das MSS entsteht meist durch eine Kombination mehrerer Faktoren: Langanhaltende Fehlhaltungen (z. B. Büroarbeit, Smartphone-Nutzung) Einseitige oder monotone Belastungen Bewegungsmangel Akute Überlastung oder Mikrotraumata Stress und psychische Anspannung Schlafmangel Ungünstige ergonomische Bedingungen Vorangegangene Verletzungen oder Operationen Diese Einflüsse führen zu einer lokalen Durchblutungsstörung in der Muskulatur. In der Folge entstehen Triggerpunkte, die den Muskel in einem dauerhaft angespannten Zustand halten. Diagnostik Die Diagnose des myofaszialen Schmerzsyndroms erfolgt in erster Linie klinisch: Ausführliche Anamnese (Schmerzverlauf, Belastungen, Alltag) Körperliche Untersuchung Palpation der Muskulatur zur Identifikation typischer Triggerpunkte Prüfung von Beweglichkeit und Funktion Bildgebende Verfahren wie MRT oder Röntgen zeigen beim MSS meist keine Auffälligkeiten. Sie dienen vor allem dazu, strukturelle Erkrankungen auszuschließen. Abgrenzung zu strukturellen Erkrankungen Ein wesentlicher Unterschied zu strukturellen Erkrankungen besteht darin, dass beim myofaszialen Schmerzsyndrom: keine bleibenden Gewebeschäden vorliegen keine Nervenkompression oder Entzündung sichtbar ist die Schmerzen primär funktionell bedingt sind Im Gegensatz dazu finden sich bei strukturellen Erkrankungen wie: Bandscheibenvorfall Arthrose Wirbelkanalstenose Sehnenrissen objektive Veränderungen im Gewebe, die bildgebend nachweisbar sind. Das MSS kann jedoch begleitend zu solchen Erkrankungen auftreten und die Beschwerden deutlich verstärken. Daher ist eine sorgfältige Differenzialdiagnose wichtig. Therapie des myofaszialen Schmerzsyndroms Die Behandlung verfolgt das Ziel, die Triggerpunkte zu lösen, die Durchblutung zu verbessern und die muskuläre Balance wiederherzustellen. Bewährt hat sich ein multimodaler Ansatz aus: Physiotherapie aktiven Übungen manuellen Techniken Elektrotherapie und Ultraschall Kinesiotaping Wärmebehandlungen Haltungs- und Bewegungsoptimierung Stressmanagement Die zentrale Rolle der Physiotherapie Die Physiotherapie ist der wichtigste Baustein in der Behandlung des myofaszialen Schmerzsyndroms. Sie wirkt auf mehreren Ebenen: Manuelle Triggerpunktbehandlung:Durch gezielten Druck werden Verhärtungen gelöst und die lokale Durchblutung verbessert. Myofasziale Techniken:Faszien werden mobilisiert, Spannungen reduziert und die Gleitfähigkeit des Gewebes wiederhergestellt. Dehn- und Mobilisationsübungen:Verkürzte Muskelketten werden verlängert, Bewegungseinschränkungen abgebaut. Kräftigung und Stabilisation:Schwache Muskelgruppen werden gezielt aufgebaut, um Fehlbelastungen zu vermeiden. Haltungs- und Ergonomieschulung:Patienten lernen, Alltagsbewegungen und Arbeitspositionen rückenschonend zu gestalten. Regelmäßige physiotherapeutische Behandlung kann nicht nur Schmerzen lindern, sondern auch Rückfällen vorbeugen. Besonders effektiv ist die Kombination aus Therapie in der Praxis und einem individuell angepassten Übungsprogramm für zu Hause. Fazit Das myofasziale Schmerzsyndrom ist eine häufige Ursache chronischer Muskelbeschwerden, die oft übersehen oder mit strukturellen Erkrankungen verwechselt wird. Die Schmerzen entstehen funktionell durch Triggerpunkte und muskuläre Fehlspannungen – ohne nachweisbare Gewebeschäden. Eine gezielte Diagnostik und frühzeitige Therapie sind entscheidend. Besonders die Physiotherapie spielt eine zentrale Rolle, da sie die Ursache direkt adressiert, die Muskel-Faszien-Strukturen normalisiert und langfristig zu mehr Beweglichkeit, Belastbarkeit und Lebensqualität führt. Bei uns im Kraftort Therapiezentrum erstellen unsere qualifizierten Physiotherapeuten einen individuellen Behandlungsplan für Ihre Beschwerden. Ihr Kraftort Team [...] Weiterlesen...
19. Januar 2026Die Chondromalazie, oft als Chondromalacia patellae bezeichnet, beschreibt eine Erweichung oder Schädigung des Gelenkknorpels, meist an der Rückseite der Kniescheibe. Das Krankheitsbild zählt zu den häufigsten Ursachen für Knieschmerzen – insbesondere bei sportlich aktiven Menschen, aber auch bei Menschen mit Fehlstellungen oder muskulären Ungleichgewichten. In diesem Artikel erfährst du, wie sich Chondromalazie bemerkbar macht, welche Ursachen typisch sind, wie die Erkrankung diagnostiziert wird und welche Therapieformen – vor allem die Physiotherapie – besonders wirksam sind. Wie entsteht eine Chondromalazie? Bei der Chondromalazie kommt es zu einer Erweichung, Aufrauhung oder degenerativen Veränderung des hyalinen Gelenkknorpels. Besonders oft betroffen: das patellofemorale Gelenk (Kniescheibe und Oberschenkelknochen).Da Knorpelgewebe nur begrenzte Regenerationsfähigkeit besitzt, ist ein frühzeitiges Erkennen und Behandeln entscheidend. Typische Symptome der Chondromalazie Die Erkrankung äußert sich in klar erkennbaren Beschwerden. Zu den häufigsten Symptomen zählen: 1. Schmerzen hinter oder rund um die Kniescheibe Besonders bei: längerem Sitzen („Kinozeichen“) Treppensteigen (v.a. bergab) Kniebeugen oder Hinhocken längeren Belastungen beim Laufen oder Wandern 2. Knirschen oder Reiben im Knie Betroffene berichten häufig über ein knirschendes oder mahlendes Geräusch (Krepitation), das beim Bewegen der Kniescheibe entsteht. 3. Schwellungen oder Spannungsgefühl Oft tritt eine leichte Reizung des Schleimbeutels oder der Gelenkkapsel auf. 4. Instabilität oder Nachgeben des Knies Die Muskulatur reagiert häufig mit Schonhaltung und Abschwächung, was die Stabilität beeinträchtigt. Ursachen der Chondromalazie Die Auslöser sind vielfältig und betreffen biomechanische, strukturelle und belastungsbedingte Faktoren: 1. Fehlstellungen der Kniescheibe Eine patellare Dysfunktion oder Seitabweichung führt zu ungleichmäßiger Druckverteilung im Gelenk. 2. Muskelungleichgewichte Besonders relevant: schwacher M. vastus medialis (VMO) verkürzte Beinrückseite oder Hüftbeuger instabile Hüftmuskulatur Diese Faktoren verändern die Zugrichtung der Sehne und belasten den Knorpel. 3. Überlastung durch Sport Sportarten mit hoher Kniebelastung (Laufen, Sprünge, Fußball, Radfahren) können Mikrotraumen verursachen. 4. Traumatische Ereignisse Stürze oder direkte Schläge auf die Kniescheibe können Knorpelschäden auslösen. 5. Arthrotische Veränderungen Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für degenerative Knorpelschäden. Diagnose – wie wird Chondromalazie festgestellt? Die Diagnostik kombiniert klinische Untersuchungen mit bildgebenden Verfahren: Klinische Tests Der Arzt prüft: Beweglichkeit des Knies Druckschmerz an der Kniescheibe Gleitfähigkeit der Patella Stellung der Beinachsen Bildgebung Röntgen: zur Darstellung von Fehlstellungen und knöchernen Strukturen MRT: Goldstandard zur Beurteilung des Knorpels Ultraschall: zur Analyse von Weichteilstrukturen In manchen Fällen kann eine Arthroskopie nötig sein, insbesondere zur genauen Graduierung des Knorpelschadens. Therapie – wie wird Chondromalazie behandelt? Die Behandlung richtet sich nach Schweregrad und Ursache. In den meisten Fällen wird konservativ behandelt, bevor operative Maßnahmen erwogen werden. 1. Schonung und Belastungsanpassung Zu Beginn wichtig, um Reizungen zu reduzieren: Vermeidung schmerzauslösender Bewegungen Reduktion von Sportintensität Anpassung des Trainings (z. B. weniger Kniebeugen) 2. Physiotherapie – der wichtigste Baustein Die Physiotherapie ist die effektivste und meist langfristig erfolgreichste Behandlungsmethode. Positive Wirkungen der Physiotherapie Kräftigung des vorderen Oberschenkels, besonders des M. vastus medialis Stabilisierung der Hüft- und Rumpfmuskulatur Verbesserung der Gelenkführung der Patella Entlastung des gereizten Knorpels Verbesserung der Beinachsenkontrolle Förderung der Knorpelernährung durch gezielte Bewegungsreize Schmerzlinderung durch manuelle Techniken und Mobilisation Typische physiotherapeutische Maßnahmen Kräftigungsübungen: z. B. gerades Beinheben, isometrische Quadrizepsübungen, Mini-Kniebeugen Hüftstabilisationstraining: Gluteus medius–Kräftigung Dehnübungen: für Quadrizeps, Oberschenkelrückseite, Hüftbeuger Manuelle Therapie: Patellamobilisation, myofasziale Techniken Koordinations- und propriozeptives Training Tape-Anlagen zur Entlastung oder Führung der Kniescheibe Gezielte Physiotherapie kann in vielen Fällen eine Operation vermeiden. 3. Orthopädische Hilfsmittel Kniescheibenbandagen Einlagen zur Korrektur von X-/O-Bein-Achsen Patella-Tracking-Orthesen 4. Medikamente Zur symptomatischen Linderung: entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAIDs) ggf. Knorpelnährstoffe (z. B. Glucosamin oder Chondroitinsulfat – Wirksamkeit individuell unterschiedlich) 5. Invasive Optionen Wenn konservative Therapie über längere Zeit nicht ausreicht: Hyaluronsäure-Injektionen PRP (autologes Plasma) Arthroskopische Glättung des Knorpels Korrekturosteotomien bei Achsfehlstellungen Prognose – wie sind die Heilungschancen? Bei frühzeitiger Diagnose und konsequenter physiotherapeutischer Behandlung sind die Erfolgsaussichten sehr gut. Viele Patienten werden vollständig beschwerdefrei. Bei fortgeschrittenen Verläufen lässt sich die Erkrankung oft noch deutlich verlangsamen und symptomarm halten. Fazit Die Chondromalazie ist ein häufig auftretendes Krankheitsbild, das durch Frühdiagnose, funktionelles Training und Physiotherapie sehr gut behandelt werden kann.Eine konsequente Stärkung der Bein- und Hüftmuskulatur, kombiniert mit einer Optimierung der Bewegungsabläufe, sorgt in den meisten Fällen für deutliche und langfristige Verbesserungen. Bei uns im Kraftort Therapiezentrum erstellen unsere qualifizierten Physiotherapeuten einen individuellen Behandlungsplan für Ihre Beschwerden. Ihr Kraftort Team [...] Weiterlesen...
12. Januar 2026Die moderne Endoprothetik ist einer der größten Fortschritte in der orthopädischen Chirurgie — sie ermöglicht Menschen mit stark geschädigten Gelenken, wieder schmerzfrei und mobil zu leben. Besonders an Hüfte, Knie, Schulter und Sprunggelenk (OSG) haben sich Techniken, Materialien, Indikationen und Reha-Konzepte in den letzten Jahren weiterentwickelt und bieten individuelle, langlebige Lösungen. ???? Was ist eine Endoprothese (TEP)? Eine Totalendoprothese (TEP) ist ein künstlicher Gelenkersatz, bei dem das komplette Gelenk (Gelenkkopf und ­pfanne oder entsprechende Anteile) ersetzt wird. Diese Prothesen bestehen meist aus Metall, Kunststoff und Keramik und sind dafür ausgelegt, Beweglichkeit, Stabilität und Schmerzfreiheit wiederherzustellen. ???? Wichtige Indikationen für eine TEP Hüft-TEP Zu den häufigsten Gründen für eine Hüft-TEP gehören: Arthrose des Hüftgelenks (Coxarthrose), die zu starken Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führt. Frakturen am Oberschenkelhals, die nicht anders stabilisiert werden können. Versagen konservativer Therapien, d. h. wenn Physiotherapie und Medikamente nicht mehr helfen. Knie-TEP Indikationen: Fortgeschrittene Kniearthrose mit Schmerzen, Fehlstellungen und eingeschränkter Funktion. Rheumatoide Arthritis oder andere chronische Gelenkentzündungen. Schwere posttraumatische Gelenkzerstörung und starke funktionelle Einschränkungen. Schulter-TEP Hauptindikationen: Schulterarthrose oder Arthritis mit Schmerz und Bewegungseinschränkung. Rotatorenmanschetten-Defekte in Kombination mit Gelenkverschleiß (häufiger Einsatz einer Reverse-Prothese). Schulterfrakturen, die nicht anders stabil versorgt werden können. OSG-TEP (Sprunggelenk) Bei schwerer Sprunggelenksarthrose, meist nach Verletzungen oder langjähriger Fehlbelastung, kann eine Sprunggelenk-Endoprothese sinnvoll sein. Moderne Prothesen zeigen inzwischen gute Ergebnisse. ????️ Operationstechniken & Verfahren Hüft-TEP Minimalinvasive Zugänge schonen Weichteile und reduzieren Schmerzen nach der OP. Prothesen können zementiert, nicht-zementiert oder hybrid verankert werden – je nach Knochenqualität und Patientenfaktoren. Für jüngere Patienten gibt es auch Hüftkappen-Prothesen, die besonders knochensparend sind. Knie-TEP Auswahl zwischen verschiedenen Systemen: kreuzbanderhaltend, kreuzbandsubstituierend, teilgekoppelt oder stärker gekoppelte Systeme – abhängig von Stabilitätsbedarf und Gewebezustand. Teilprothesen (z. B. Schlittenprothese) können bei lokal begrenztem Verschleiß eine Alternative zur Totalprothese sein. Schulter-TEP Anatomische Prothesen werden bei erhaltener Rotatorenmanschette eingesetzt. Reverse-Prothesen verändern das Gelenkzentrum zugunsten der Deltamuskelstütze, besonders bei Rotatorenmanschetten-Defekten. OSG-TEP Sprunggelenkprothesen werden über einen dorsalen Zugang implantiert. Die modernen zweikomponentigen Prothesen verbessern Bewegungsumfang und Funktion. ???? Vorteile der Physiotherapie bei TEP-Operationen Physiotherapie ist kein Zusatz — sie ist ein zentraler Teil des Erfolgs vor und nach einer Endoprothesen-OP. Sie unterstützt Patienten dabei, schnell wieder in Aktivität und Alltag zurückzufinden. ???? Vor der Operation – Prähabilitation Verbesserung der Muskelkraft und Gelenkstabilität vor dem Eingriff. Steigerung der allgemeinen Fitness kann die Operation besser tolerierbar machen. Studien zeigen, dass Patienten mit gezieltem präoperativem Training weniger Schmerz und eine kürzere Krankenhausverweildauer haben. ????‍♂️ Nach der Operation – Rehabilitation Frühzeitige Mobilisation (meist am OP-Tag oder ersten Tag danach) verbessert die Durchblutung, reduziert Komplikationen und fördert die Genesung. Gezieltes Muskeltraining, Beweglichkeitstraining und Gangschule helfen, das neue Gelenk sicher zu nutzen. Individuelle Programme achten auf Gelenkschutz, Kraft, Koordination und funktionelle Leistungsfähigkeit. ✅ Fazit – Moderne Endoprothetik: Individuell, effektiv, lebenswert Die Endoprothetik ist heute ein hochentwickeltes Feld, in dem Operation, Technik und Rehabilitation eng verzahntsind. Ob Hüfte, Knie, Schulter oder Sprunggelenk – moderne Prothesen und operative Techniken geben Patienten die Chance auf eine neue Lebensqualität ohne chronische Schmerzen. Physiotherapie spielt dabei eine Schlüsselrolle — sowohl vor als auch nach dem Eingriff, um Funktion, Kraft und Selbstständigkeit zu maximieren. Bei uns im Kraftort Therapiezentrum erstellen unsere qualifizierten Physiotherapeuten einen individuellen Behandlungsplan für Ihre Beschwerden. Ihr Kraftort Team [...] Weiterlesen...
6. Januar 2026Die Insertionstendinose ist eine schmerzhafte Erkrankung, die häufig Sportler und Menschen betrifft, die ihre Gelenke und Sehnen stark beanspruchen. Diese Sehnenentzündung tritt speziell im Bereich der Sehnenansätze (Insertionsstellen) an Knochen auf und kann die Beweglichkeit erheblich einschränken. In diesem Artikel erfährst du, was eine Insertionstendinose ist, welche Symptome sie verursacht und wie Physiotherapie effektiv zur Behandlung beitragen kann. Wie entsteht eine Insertionstendinose? Die Insertionstendinose bezeichnet eine degenerative Veränderung der Sehne an der Stelle, wo sie am Knochen ansetzt. Sehnen verbinden Muskeln mit Knochen und ermöglichen Bewegungen. Durch Überlastung, Fehlbelastung oder chronische Beanspruchung kann es zu Mikroverletzungen im Sehnengewebe kommen. Dies führt zu einer Entzündung und Verdickung der Sehne, was wiederum Schmerzen und Funktionseinschränkungen zur Folge hat. Typische Stellen, an denen Insertionstendinose auftritt, sind: Achillessehne (am Fersenbein) Patellarsehne (unterhalb der Kniescheibe) Rotatorenmanschette (im Schulterbereich) Ansätze der Unterarmsehnen (am Ellenbogen) Ursachen der Insertionstendinose Zu den häufigsten Ursachen einer Insertionstendinose zählen: Überlastung und Überbeanspruchung: Besonders bei Sportarten mit intensiven, wiederholten Bewegungen, wie Laufen, Tennis oder Gewichtheben, kann die Sehne überlastet werden. Fehlstellungen: Körperfehlhaltungen oder ungleichmäßige Belastung der Gelenke können die Sehnenansätze übermäßig belasten. Mikrotraumata: Kleine, wiederholte Verletzungen durch Überbeanspruchung führen zu Entzündungsprozessen. Alterungsprozesse: Mit zunehmendem Alter verlieren Sehnen an Elastizität und Festigkeit, wodurch die Gefahr einer Insertionstendinose steigt. Mangelnde Regeneration: Fehlende Pausen zwischen sportlichen Aktivitäten oder mangelndes Aufwärmen können die Sehnen anfälliger für Verletzungen machen. Symptome einer Insertionstendinose Die Symptome der Insertionstendinose treten schleichend auf und verschlimmern sich mit der Zeit. Zu den häufigsten Beschwerden zählen: Lokalisierte Schmerzen: Die Schmerzen treten direkt an den Sehnenansätzen auf und verschlimmern sich bei Belastung. Schwellung: Entzündungsprozesse können zu Schwellungen an der betroffenen Stelle führen. Bewegungseinschränkungen: Aufgrund der Schmerzen und Entzündung wird die Beweglichkeit des betroffenen Gelenks eingeschränkt. Verhärtungen und Verdickungen der Sehne: Bei chronischen Fällen kann die Sehne verdicken oder verhärten, was die Beweglichkeit weiter reduziert. Physiotherapie bei Insertionstendinose Eine effektive Behandlung der Insertionstendinose ist essenziell, um eine Chronifizierung der Beschwerden zu verhindern. Hier kann die Physiotherapie eine entscheidende Rolle spielen. Die Ziele der physiotherapeutischen Behandlung sind, die Entzündung zu reduzieren, die Beweglichkeit zu verbessern und die Muskulatur rund um die betroffenen Sehnen zu stärken. 1. Schmerzlinderung und Entzündungshemmung Zu Beginn der Therapie steht oft die Schmerzlinderung im Vordergrund. Dies kann durch Kälteanwendungen (Kryotherapie) oder spezielle Elektrotherapien erfolgen. Entzündungshemmende Maßnahmen helfen, die akute Phase zu überwinden und die Belastbarkeit der Sehne wiederherzustellen. 2. Gezielte Dehnübungen Das Dehnen der betroffenen Muskelgruppen kann die Spannung auf die Sehne verringern. Physiotherapeuten führen gezielte Dehnübungen durch und zeigen dir, wie du diese auch selbstständig ausführen kannst. Besonders bei der Achillessehnen-Tendinose sind Dehnübungen für die Wadenmuskulatur von großer Bedeutung. 3. Kräftigungsübungen Der nächste Schritt der Therapie besteht darin, die umliegende Muskulatur zu stärken, um die Sehne zu entlasten. Exzentrisches Training – bei dem die Sehne unter Belastung gedehnt wird – ist eine effektive Methode, um die Regeneration zu fördern und die Sehne zu kräftigen. 4. Manuelle Therapie Mit manueller Therapie kann der Therapeut gezielt Mobilisationstechniken anwenden, um Verspannungen zu lösen und die Gelenkbeweglichkeit zu verbessern. Diese Techniken können helfen, Fehlstellungen zu korrigieren und die Sehne zu entlasten. 5. Sportartspezifische Anpassung und Rehabilitation Sobald die akuten Beschwerden nachlassen, arbeitet die Physiotherapie an einer allmählichen Rückführung zu sportlichen Aktivitäten. Sportartspezifische Bewegungen werden analysiert und optimiert, um eine erneute Überlastung zu verhindern. Vorbeugung von Insertionstendinose Um eine erneute Insertionstendinose zu verhindern, ist Prävention wichtig. Hier einige Tipps: Regelmäßiges Dehnen und Aufwärmen vor dem Sport. Belastung anpassen: Vermeide übermäßige oder einseitige Belastungen. Geeignetes Schuhwerk: Trage bei sportlichen Aktivitäten Schuhe, die deine Gelenke und Sehnen unterstützen. Regelmäßige Pausen und Erholung sind essenziell, um Mikrotraumata vorzubeugen. Fazit Die Insertionstendinose ist eine häufige, schmerzhafte Erkrankung, die bei frühzeitiger Behandlung durch Physiotherapie gut therapiert werden kann. Die Kombination aus Schmerzlinderung, gezieltem Dehnen und Kräftigungsübungen, sowie einer Anpassung der Bewegungsabläufe ist der Schlüssel zur Genesung. Wichtig ist, die Sehnen ausreichend zu entlasten und ihnen Zeit zur Heilung zu geben, um langfristig schmerzfrei zu bleiben. Wenn du an einer Insertionstendinose leidest oder erste Symptome spürst, solltest du nicht zögern, eine Physiotherapie in Anspruch zu nehmen. Sie kann entscheidend dazu beitragen, deine Beweglichkeit und Lebensqualität wiederherzustellen. Bei uns im Kraftort Therapiezentrum erstellen unsere qualifizierten Physiotherapeuten einen individuellen Behandlungsplan für Ihre Beschwerden. Ihr Kraftort Team [...] Weiterlesen...
22. Dezember 2025Die Spondylarthrose ist eine der häufigsten degenerativen Erkrankungen der Wirbelsäule und betrifft vor allem Menschen ab dem mittleren Lebensalter. Sie kann starke Rückenschmerzen, Bewegungseinschränkungen und eine deutliche Einschränkung der Lebensqualität verursachen. In diesem Artikel erfahren Sie, was Spondylarthrose ist, wie sie sich von anderen Wirbelsäulenerkrankungen unterscheidet, welche Symptome typisch sind und welche Therapieformen – insbesondere die Physiotherapie – nachweislich helfen. Wie entsteht eine Spondylarthrose? Die Spondylarthrose beschreibt eine Verschleißerkrankung der kleinen Wirbelgelenke (Facettengelenke) der Wirbelsäule. Diese Gelenke verbinden die einzelnen Wirbelkörper miteinander und sorgen für Stabilität sowie Beweglichkeit der Wirbelsäule. Durch altersbedingte Abnutzung, Fehlbelastungen oder Bewegungsmangel kommt es zu: Knorpelabbau in den Facettengelenken Gelenkspaltverschmälerung Knochenanbauten (Osteophyten) Entzündlichen Reizzuständen Die Erkrankung kann alle Abschnitte der Wirbelsäule betreffen: Halswirbelsäule (zervikale Spondylarthrose) Brustwirbelsäule Lendenwirbelsäule (lumbale Spondylarthrose) Abgrenzung zu anderen degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen Die Spondylarthrose wird häufig mit anderen Verschleißerkrankungen der Wirbelsäule verwechselt. Eine klare Abgrenzung ist wichtig für die richtige Therapie: ▶ Spondylose Betrifft primär die Wirbelkörper und Bandscheiben Knochenanbauten an den Wirbelrändern Weniger gelenkbezogen als die Spondylarthrose ▶ Bandscheibendegeneration / Bandscheibenvorfall Schädigung der Bandscheiben Häufig mit Nervenirritationen, Ausstrahlung in Arme oder Beine Nicht primär die Wirbelgelenke betroffen ▶ Spinalkanalstenose Einengung des Wirbelkanals Oft Folge fortgeschrittener Arthrose Typisch: Gehstreckenverkürzung und Beinschmerzen ???? Spondylarthrose ist somit eine gelenkbezogene Arthrose der Wirbelsäule, während andere Krankheitsbilder eher Bandscheiben oder Nerven betreffen. Typische Symptome der Spondylarthrose Die Beschwerden entwickeln sich meist schleichend und nehmen mit der Zeit zu: Lokale Rückenschmerzen, oft dumpf oder stechend Anlaufschmerzen nach Ruhephasen Belastungsabhängige Schmerzen, Besserung in Bewegung Morgensteifigkeit der Wirbelsäule Eingeschränkte Beweglichkeit Muskelverspannungen im Rücken- und Nackenbereich In fortgeschrittenen Stadien können auch: Pseudoradikuläre Schmerzen Ausstrahlungen ohne klare Nervenschädigung auftreten. Wie wird eine Spondylarthrose diagnostiziert? Die Diagnose erfolgt in mehreren Schritten: 1. Ärztliche Untersuchung Anamnese (Schmerzverlauf, Belastung, Vorerkrankungen) Prüfung der Beweglichkeit und Schmerzpunkte 2. Bildgebende Verfahren Röntgen: zeigt Gelenkverschleiß und Osteophyten MRT: bei Verdacht auf Weichteil- oder Nervenbeteiligung CT: detaillierte Darstellung der knöchernen Veränderungen Gängige Therapieverfahren bei Spondylarthrose Die Behandlung ist in der Regel konservativ und verfolgt das Ziel, Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit zu erhalten. Medikamentöse Therapie Schmerzmittel (NSAR) Muskelrelaxantien bei starken Verspannungen Injektionen (z. B. Kortison) in schweren Fällen Weitere Maßnahmen Wärmetherapie Ergonomische Anpassungen im Alltag Gewichtsreduktion bei Überlastung Die zentrale Rolle der Physiotherapie bei Spondylarthrose Die Physiotherapie gilt als eine der effektivsten Therapieformen bei Spondylarthrose – sowohl im akuten Stadium als auch langfristig. Positive Wirkungen der Physiotherapie ✔ Schmerzlinderung durch gezielte Mobilisation✔ Verbesserung der Beweglichkeit der Wirbelsäule✔ Kräftigung der stabilisierenden Muskulatur✔ Reduktion von Muskelverspannungen✔ Verbesserte Körperhaltung und Bewegungsökonomie✔ Verlangsamung des degenerativen Fortschreitens Typische physiotherapeutische Maßnahmen Manuelle Therapie der Facettengelenke Aktive Kräftigungsübungen für Rumpf- und Tiefenmuskulatur Dehnübungen zur Entlastung der Wirbelsäule Haltungsschulung und ergonomische Beratung Individuelle Übungsprogramme für zu Hause ???? Bewegung ist entscheidend: Regelmäßige physiotherapeutische Betreuung kann Operationen oft vermeiden oder hinauszögern. Fazit: Spondylarthrose gezielt behandeln und aktiv bleiben Die Spondylarthrose ist eine häufige, aber gut behandelbare Verschleißerkrankung der Wirbelsäule. Eine frühzeitige Diagnose und ein aktiver Therapieansatz sind entscheidend. Besonders die Physiotherapie spielt eine Schlüsselrolle, um Schmerzen zu reduzieren, die Beweglichkeit zu erhalten und die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern. Bei uns im Kraftort Therapiezentrum erstellen unsere qualifizierten Physiotherapeuten einen individuellen Behandlungsplan für Ihre Beschwerden. Unser Tipp: Je früher mit gezielter Bewegungstherapie begonnen wird, desto besser sind die langfristigen Ergebnisse. Ihr Kraftort Team [...] Weiterlesen...
15. Dezember 2025Radikulopathie ist eine Erkrankung, die durch eine Kompression oder Reizung von Nervenwurzeln in der Wirbelsäule verursacht wird. Sie kann starke Schmerzen, Taubheitsgefühle und Muskelschwäche in den betroffenen Körperregionen hervorrufen. Besonders häufig tritt sie im Bereich der Hals- und Lendenwirbelsäule auf. In diesem Artikel erfährst du alles über die Ursachen, Symptome, Diagnosemöglichkeiten und die wichtigsten Behandlungsmethoden – mit besonderem Fokus auf Physiotherapie. Ursachen der Radikulopathie Radikulopathie entsteht durch eine Beeinträchtigung der Nervenwurzeln in der Wirbelsäule. Die häufigsten Ursachen sind: Bandscheibenvorfälle: Eine vorgewölbte oder gerissene Bandscheibe kann auf eine Nervenwurzel drücken. Degenerative Veränderungen: Verschleißerscheinungen an der Wirbelsäule können zur Verengung des Nervenkanals führen. Wirbelkanalstenose: Eine Verengung des Wirbelkanals kann Druck auf die Nervenwurzeln ausüben. Osteophytenbildung (Knochenwucherungen): Durch Arthrose bedingte Knochenanbauten können Nerven komprimieren. Verletzungen oder Entzündungen: Traumata oder entzündliche Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis können die Nervenwurzeln beeinträchtigen. Symptome der Radikulopathie Die Symptome der Radikulopathie hängen von der betroffenen Nervenwurzel ab. Typische Beschwerden sind: Schmerzen: Häufig ausstrahlende Schmerzen entlang des betroffenen Nervs (z. B. in Arme oder Beine). Taubheitsgefühle und Kribbeln: Sensibilitätsstörungen in den betroffenen Regionen. Muskelschwäche: In schweren Fällen kann es zu Lähmungserscheinungen oder Muskelschwäche kommen. Reflexveränderungen: Herabgesetzte oder übersteigerte Reflexe können auftreten. Diagnose der Radikulopathie Die Diagnostik erfolgt durch eine Kombination aus Anamnese, körperlicher Untersuchung und bildgebenden Verfahren: Anamnese und körperliche Untersuchung: Der Arzt prüft Schmerzpunkte, Sensibilitätsstörungen und Muskelkraft. Bildgebende Verfahren: MRT (Magnetresonanztomographie): Zeigt Weichteilveränderungen wie Bandscheibenvorfälle oder Entzündungen. CT (Computertomographie): Erlaubt eine detaillierte Darstellung der knöchernen Strukturen. Röntgenaufnahmen: Dient zur Beurteilung von knöchernen Veränderungen oder Fehlstellungen. Elektromyographie (EMG): Kann helfen, die Nervenfunktion zu überprüfen. Behandlungsmöglichkeiten Die Behandlung der Radikulopathie richtet sich nach der Ursache und dem Schweregrad der Beschwerden. In den meisten Fällen ist eine konservative Therapie erfolgreich. 1. Medikamentöse Therapie Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente (NSAR): Zur Linderung von Schmerzen und Entzündungen. Muskelrelaxantien: Können Muskelverspannungen reduzieren. Kortison-Injektionen: Direkte Injektionen in die Nähe des betroffenen Nervs können Entzündungen hemmen. 2. Physiotherapie – Ein zentraler Bestandteil der Behandlung Physiotherapie ist essenziell, um die Beweglichkeit zu verbessern, Schmerzen zu reduzieren und die Muskulatur zu stärken. Kräftigungsübungen: Stabilisierung der Wirbelsäule durch gezieltes Training. Dehn- und Mobilisationstechniken: Verbesserung der Beweglichkeit und Reduzierung der Nervenkompression. Manuelle Therapie: Gezielte Techniken zur Lösung von Blockaden und Muskelverspannungen. Haltungstraining: Korrektur von Fehlhaltungen zur Entlastung der Wirbelsäule. 3. Weitere nicht-medikamentöse Therapien Ergonomische Anpassungen: Optimierung des Arbeitsplatzes zur Reduktion von Fehlhaltungen. Wärme- und Kältetherapie: Kann helfen, Schmerzen und Entzündungen zu lindern. Akupunktur oder Osteopathie: Können ergänzend zur Schmerzlinderung beitragen. Fazit Radikulopathie ist eine schmerzhafte Erkrankung, die durch Kompression oder Reizung von Nervenwurzeln in der Wirbelsäule entsteht. Eine frühzeitige Diagnose und gezielte Therapie sind entscheidend, um Folgeschäden zu vermeiden. Physiotherapie spielt eine zentrale Rolle in der Behandlung, da sie hilft, die Muskulatur zu stärken, die Beweglichkeit zu verbessern und Schmerzen zu lindern. Durch gezielte Übungen und ergonomische Anpassungen lassen sich langfristige Beschwerden vermeiden und die Lebensqualität steigern. Bei uns im Kraftort Therapiezentrum erstellen unsere qualifizierten Physiotherapeuten einen individuellen Behandlungsplan für Ihre Beschwerden. Ihr Kraftort Team [...] Weiterlesen...
8. Dezember 2025Die Dupuytren-Kontraktur, auch Morbus Dupuytren genannt, ist eine gutartige, aber fortschreitende Erkrankung des Bindegewebes der Handinnenfläche. Besonders betroffen sind die Ring- und Kleinfinger, die sich durch Schrumpfung der Faszien zunehmend in Beugestellung ziehen. Im Verlauf kann dies zu erheblichen Einschränkungen im Alltag führen. In diesem Artikel erfährst du alles Wichtige zu Symptomen, Ursachen, Diagnostik, Behandlungsmöglichkeiten – und warum Physiotherapie ein zentraler Baustein für eine erfolgreiche Therapie ist. Wie entsteht Dupuytren-Kontraktur? Bei der Dupuytren-Kontraktur kommt es zu einer knotigen Verdickung und Verkürzung der Palmaraponeurose, einer bindegewebigen Struktur in der Handfläche. Anfangs bilden sich Knoten unter der Haut, später entwickeln sich Stränge, die die Finger in eine Beugestellung ziehen. Die Erkrankung betrifft überwiegend Männer über 50 Jahre, kann aber prinzipiell jeden treffen. Symptome der Dupuytren-Kontraktur Die Erkrankung verläuft meist langsam fortschreitend. Typische Symptome sind: Frühe Symptome Knoten oder Verdickungen in der Handinnenfläche Spannungsgefühl beim Greifen Leichte Druckempfindlichkeit über den Knoten Fortgeschrittene Symptome Sichtbare Strangbildung entlang der Sehnen Einschränkung der Streckfähigkeit einzelner Finger Zunehmende Beugestellung („Kontraktur“) Schwierigkeiten bei alltäglichen Tätigkeiten wie Händeschütteln, Waschen, Schreiben oder Tragen von Gegenständen Ursachen & Risikofaktoren Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt, jedoch spielen genetische und umweltbedingte Faktoren eine Rolle. Wichtige Risikofaktoren sind: Genetische Veranlagung (familiäres Auftreten sehr häufig) Alter (meist > 50 Jahre) Geschlecht (Männer häufiger betroffen) Diabetes mellitus Alkoholkonsum Rauchen Chronische Lebererkrankungen Mikrotraumen oder wiederholte Belastungen der Hand Typische Diagnostik Die Diagnose erfolgt überwiegend klinisch – das bedeutet: Ein erfahrener Arzt erkennt die Erkrankung meist ohne bildgebende Verfahren. Untersuchungsmethoden Inspektion der Handinnenfläche Tastbefund der Knoten und Stränge Strecktest der Finger (z. B. „Tabletop-Test“) Funktionsprüfung: Greifen, Strecken, Kraft Bildgebende Verfahren (Ultraschall, MRT) sind nur bei unklaren Fällen notwendig. Therapieverfahren bei Dupuytren-Kontraktur Die Wahl der Therapie hängt vom Stadium der Erkrankung und dem Funktionsverlust ab. Grundsätzlich unterscheidet man konservative und operative Maßnahmen. Konservative Therapie In frühen Stadien kann versucht werden, den Verlauf zu verlangsamen oder Beschwerden zu lindern. 1. Physiotherapie Physiotherapie ist ein zentraler Baustein (mehr dazu weiter unten). 2. Injektionstherapien Kollagenase-Injektion (z. B. Xiapex®)Enzym löst die Bindegewebsstränge auf, danach wird der Finger manuell gestreckt. Kortisoninjektionen in schmerzhafte Knoten 3. Strahlentherapie In sehr frühen Stadien kann schwache Röntgenstrahlung die Aktivität der Fibroblasten reduzieren. Operative Therapie Eine OP wird notwendig, wenn: die Einschränkung der Fingerfunktion deutlich ist der Tabletop-Test nicht mehr besteht Schmerzen oder Alltagsprobleme auftreten Häufig eingesetzte OP-Techniken 1. Limitierte Fasziektomie (partielle Fasziektomie) Am häufigsten durchgeführte Methode Krankhaft verändertes Gewebe wird selektiv entfernt 2. Totale Fasziektomie Entfernung der gesamten Faszie Wird selten eingesetzt – meist bei schweren oder wiederholten Verläufen 3. Nadelfasziotomie / perkutane Nadelfasziotomie Minimal-invasiv Strang wird mit einer feinen Nadel durchtrennt Kürzere Heilungszeit, aber höhere Rückfallrate 4. Dermofasziektomie Entfernung des erkrankten Gewebes plus der darüber liegenden Haut Häufig mit Hauttransplantation Niedrigste Rezidivrate Die wichtige Rolle der Physiotherapie Die Physiotherapie spielt vor und nach der Behandlung eine bedeutende Rolle – sowohl konservativ als auch postoperativ. Ziele der Physiotherapie Erhalt oder Verbesserung der Beweglichkeit Schmerzreduktion Förderung der Durchblutung Prävention von Verklebungen und erneuten Kontrakturen Wiederherstellung der Handfunktion im Alltag Typische physiotherapeutische Maßnahmen 1. Manuelle Techniken Mobilisation der Finger- und Handgelenke Bindegewebs- und Faszienmobilisation Dehnung der betroffenen Strukturen 2. Aktive und passive Dehnübungen Gezielte Streckübungen verbessern die Beweglichkeit der Finger und fördern die Elastizität der Faszie. 3. Kräftigung Stärkung der kleinen Handmuskeln unterstützt eine optimale Handfunktion und beugt Fehlbelastungen vor. 4. Wärme- oder Kältetherapie Wärme zur Entspannung und Durchblutungsförderung Kälte bei akuten Schmerzen oder Entzündungen 5. Narbenbehandlung nach OP Narbenmassage Mobilisation zur Verhinderung von Verklebungen Einsatz von Silikonpflastern oder Kompression 6. Erarbeitung von Alltagsstrategien Ergonomische Anpassungen und Grifftechniken erleichtern die Belastung der Hand im Beruf und Alltag. Fazit Die Dupuytren-Kontraktur ist eine häufige, gutartige, aber fortschreitende Erkrankung der Handfaszie. Eine frühzeitige Diagnose ermöglicht es, den Verlauf positiv zu beeinflussen. Je nach Stadium kommen unterschiedliche Therapieformen zum Einsatz – von Injektionen über Strahlentherapie bis hin zu operativen Verfahren. Physiotherapie spielt in jedem Stadium eine zentrale Rolle: Sie hilft, Beweglichkeit zu erhalten, Schmerzen zu reduzieren, die Handfunktion zu optimieren und das Ergebnis nach einer OP langfristig zu stabilisieren. Bei uns im Kraftort Therapiezentrum erstellen unsere qualifizierten Physiotherapeuten einen individuellen Behandlungsplan für Ihre Beschwerden, Ihr Kraftort Team [...] Weiterlesen...
1. Dezember 2025Ein Bizepssehnenriss ist eine schmerzhafte und einschränkende Verletzung, die sowohl Sportler als auch ältere Menschen betreffen kann. Sie tritt auf, wenn die Sehne, die den Bizepsmuskel mit dem Ellenbogen oder der Schulter verbindet, teilweise oder vollständig reißt. Diese Verletzung erfordert je nach Schweregrad eine konservative oder operative Behandlung. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die Ursachen, Symptome und Behandlungsmethoden eines Bizepssehnenrisses sowie darüber, wie Physiotherapie bei der Rehabilitation hilft. Was ist ein Bizepssehnenriss? Der Bizepsmuskel besteht aus zwei Muskelköpfen: dem langen und dem kurzen Kopf, die beide über Sehnen an der Schulter und am Ellenbogen befestigt sind. Ein Bizepssehnenriss kann sowohl an der Schulter als auch am Ellenbogen auftreten. Man unterscheidet: Proximaler Bizepssehnenriss: Dieser betrifft die lange Bizepssehne (long head of biceps), die sich an der Schulter befindet und häufiger von Rissen betroffen ist. Distaler Bizepssehnenriss: Hier reißt die Sehne, die den Bizepsmuskel am Ellenbogen befestigt. Dies ist seltener, aber schwerwiegender, da der Bizeps seine Hauptfunktion, das Beugen des Unterarms, verliert. Ursachen eines Bizepssehnenrisses Ein Bizepssehnenriss entsteht meist durch eine Kombination aus degenerativen Veränderungen und akuten Belastungen. Zu den häufigsten Ursachen gehören: Abrupte Bewegungen oder Überlastung: Plötzliche, starke Zug- oder Beugebewegungen, wie das Heben schwerer Gegenstände oder eine abrupte Bewegung im Sport, können die Sehne überlasten und reißen lassen. Degeneration durch Alter: Mit zunehmendem Alter verlieren die Sehnen ihre Elastizität und Festigkeit. Dies macht ältere Menschen anfälliger für Verletzungen. Verschleiß und wiederholte Belastung: Menschen, die beruflich oder sportlich regelmäßig starke Armbewegungen ausführen, wie Gewichtheber, Handwerker oder Tennisspieler, haben ein erhöhtes Risiko für einen Bizepssehnenriss. Unfälle und Stürze: Ein Sturz auf den ausgestreckten Arm kann eine plötzliche Spannung auf die Sehne ausüben und zu einem Riss führen. Medikamente und Erkrankungen: Langfristige Einnahme von Kortikosteroiden oder bestimmten Antibiotika (Fluorchinolone) sowie Erkrankungen wie Diabetes oder Rheuma können die Sehnen schwächen und anfälliger für Risse machen. Symptome eines Bizepssehnenrisses Die Symptome eines Bizepssehnenrisses sind oft sofort spürbar und können je nach Lage und Schweregrad variieren. Zu den typischen Anzeichen gehören: Plötzlich auftretender, scharfer Schmerz: Insbesondere bei einer distalen Bizepssehnenruptur tritt ein starker Schmerz im Bereich des Ellenbogens oder der Schulter auf. Knallgeräusch: Viele Betroffene berichten, ein „Knallen“ gehört oder gespürt zu haben, als die Sehne gerissen ist. Verlust der Kraft: Besonders das Heben und Beugen des Arms sowie das Drehen des Unterarms (Supination) sind erheblich eingeschränkt. Deutliche Deformation des Muskels: Bei einem vollständigen Riss der distalen Bizepssehne kann der Muskel sichtbar nach oben rutschen. Dies wird oft als „Popeye-Sign“ bezeichnet. Schwellung und Blutergüsse: Es kommt oft zu Schwellungen und Verfärbungen im betroffenen Bereich. Diagnose eines Bizepssehnenrisses Die Diagnose eines Bizepssehnenrisses wird in der Regel durch eine körperliche Untersuchung und durch den Einsatz von Bildgebenden Verfahren gestellt. Zu den gängigen Methoden zählen: Ultraschall: Zur Beurteilung der Sehnenstruktur. MRT (Magnetresonanztomographie): Liefert genauere Informationen über den Zustand der Sehne, insbesondere bei komplizierten Fällen oder teilweisen Rissen. Röntgenaufnahmen: Werden verwendet, um mögliche knöcherne Verletzungen auszuschließen, insbesondere bei distalen Rissen. Operationstechniken beim Bizepssehnenriss Ob ein Bizepssehnenriss operativ behandelt werden muss, hängt von der Art des Risses (teilweise oder vollständig) und von der betroffenen Sehne (proximal oder distal) ab. Ein proximaler Bizepssehnenriss wird oft konservativ behandelt, während bei einem distalen Riss in der Regel eine Operation erforderlich ist, um die volle Funktion wiederherzustellen. Die gängigen Operationstechniken umfassen: 1. Sehnennaht (Tendon Repair) Bei dieser Technik wird die gerissene Sehne wieder an ihrem ursprünglichen Befestigungspunkt am Knochen fixiert. Dies ist die Standardmethode bei einem distalen Bizepssehnenriss. Der Chirurg verwendet dabei spezielle Nahttechniken oder Fixierungsmaterialien wie Anker oder Schrauben, um die Sehne fest zu verbinden. 2. Sehnentransplantation In seltenen Fällen, wenn die Sehne zu stark geschädigt ist oder die Verletzung schon länger besteht, wird eine Sehnentransplantation durchgeführt. Dabei wird entweder ein Stück einer anderen Sehne (z. B. aus der Achillessehne oder dem Oberschenkel) oder ein synthetisches Material zur Verstärkung verwendet. 3. Tenodese (bei proximalem Riss) Bei einem proximalen Bizepssehnenriss, der vor allem die lange Sehne betrifft, wird manchmal eine Tenodesedurchgeführt. Hierbei wird die Sehne von ihrem ursprünglichen Ansatz entfernt und an einer neuen Position am Oberarmknochen fixiert. Dies reduziert das Risiko von erneuten Rissen und beseitigt Schmerzen, die durch den degenerativen Prozess entstehen. Wie kann Physiotherapie bei einem Bizepssehnenriss helfen? Physiotherapie ist ein zentraler Bestandteil der Rehabilitation nach einem Bizepssehnenriss, unabhängig davon, ob der Riss operativ behandelt wurde oder nicht. Der Fokus liegt auf der Wiederherstellung der Beweglichkeit, Kraft und Stabilität des betroffenen Arms. 1. Frühe Phase: Mobilisation und Schmerzlinderung In den ersten Wochen nach der Operation oder bei konservativer Behandlung wird der Arm häufig in einer Schlinge immobilisiert, um die Heilung zu fördern. In dieser Phase konzentriert sich die Physiotherapie auf sanfte Bewegungsübungen, um die Steifigkeit im Ellenbogen oder in der Schulter zu vermeiden. Passive Mobilisationstechniken helfen, die Beweglichkeit zu erhalten, ohne die Sehne zu belasten. Schmerzlindernde Maßnahmen wie Kältetherapie oder Elektrotherapie können ebenfalls zum Einsatz kommen. 2. Mittlere Phase: Aktive Mobilisierung und Muskelaufbau Nach der anfänglichen Ruhigstellung wird die Belastung des Arms schrittweise erhöht. In der zweiten Phase der Physiotherapie beginnen Patienten mit aktiven Bewegungsübungen, um die Beweglichkeit von Ellenbogen und Schulter zu verbessern. Der Physiotherapeut führt auch Kräftigungsübungen für den Bizeps und andere stabilisierende Muskeln ein, um den Wiederaufbau der Muskelkraft zu unterstützen. Das Training erfolgt meist mit leichtem Widerstand, etwa durch Therabänder oder kleine Gewichte. 3. Späte Phase: Funktionelles Training und Belastungssteigerung Sobald die Beweglichkeit und Grundkraft wiederhergestellt sind, wird der Fokus auf die Wiederherstellung der vollen Funktionalität gelegt. In dieser Phase sind intensivere Kräftigungsübungen für den Bizeps und die umliegenden Muskeln entscheidend. Funktionelle Bewegungen, die den Alltagsbelastungen oder sportlichen Aktivitäten nahekommen, werden schrittweise wieder in das Training integriert. Sportartspezifische Übungen werden eingeführt, wenn der Patient zurück in den Sport möchte. Wie lange dauert die Genesung? Die Heilungsdauer nach einem Bizepssehnenriss hängt von der Art des Risses und der durchgeführten Behandlung ab. Nach einer Operation kann es 3-6 Monate dauern, bis Patienten ihre volle Kraft und Beweglichkeit wiedererlangen. Bei konservativer Behandlung dauert die Rehabilitation in der Regel ebenfalls mehrere Monate, da die Sehne Zeit benötigt, um zu heilen und die Muskeln wieder aufzubauen. Fazit Ein Bizepssehnenriss ist eine ernste Verletzung, die die Funktion des Arms erheblich beeinträchtigen kann. Die Behandlung hängt von der Art und dem Schweregrad des Risses ab und reicht von konservativen Ansätzen bis hin zu operativen Eingriffen. Physiotherapie spielt eine entscheidende Rolle bei der Wiederherstellung der Beweglichkeit, Kraft und Funktion des Arms. Ein individuell abgestimmter Rehabilitationsplan kann Patienten helfen, wieder zu ihrem normalen Alltag oder sportlichen Aktivitäten zurück zu kehren. bei uns im Kraftort Therapiezentrum erstellen unsere qualifizierten Physiotherapeuten einen individuellen Behandlungsplan für Ihre Beschwerden. Ihr Kraftort Team [...] Weiterlesen...
24. November 2025Die Foramenstenose ist eine Verengung der Nervenaustrittslöcher an der Wirbelsäule. Sie führt häufig zu Schmerzen, Taubheitsgefühlen und Muskelschwäche. Besonders wichtig ist die Abgrenzung zur Spinalkanalstenose, da beide Krankheitsbilder zwar ähnlich klingen, aber unterschiedliche Bereiche der Wirbelsäule betreffen und anders behandelt werden. Wie entsteht eine Foramenstenose? Eine Foramenstenose bezeichnet die Einengung der Foramina, also jener Öffnungen, durch die die Spinalnerven den Wirbelkanal verlassen. Wird dieses Foramen kleiner, entsteht Druck auf den Nerv – was typische Nervenreizungs-Symptome verursacht. Unterschied zwischen Foramenstenose und Spinalkanalstenose Obwohl beide Bezeichnungen Verengungen an der Wirbelsäule meinen, unterscheiden sie sich deutlich: Foramenstenose Verengung am Nervenaustritt Betrifft meist einen einzelnen Nerv Beschwerden meist einseitig Typische Symptome: radikuläre Schmerzen, Kribbeln, Kraftverlust Spinalkanalstenose Verengung des zentralen Wirbelkanals Betroffen sind oft mehrere Nerven Beschwerden häufig beidseitig Typisch: belastungsabhängige Beinschmerzen, Gangunsicherheit Ursachen der Foramenstenose Häufige Gründe für eine Foramenstenose sind: Degenerative Veränderungen wie Arthrose und Bandscheibenverschleiß Bandscheibenvorfälle oder Vorwölbungen Wirbelgleiten (Spondylolisthesis) Verspannte Muskulatur oder verklebtes Bindegewebe Knochenanbauten (Osteophyten) Narbengewebe nach Operationen oder Verletzungen Mehrere dieser Ursachen können gleichzeitig auftreten – besonders im Alter. Symptome der Foramenstenose Eine Foramenstenose verursacht meist einseitige, ausstrahlende Beschwerden. Typisch sind: Schmerzen im Verlauf des betroffenen Nervs (Arm oder Bein) Kribbeln, Taubheitsgefühl oder „Ameisenlaufen“ Muskelschwäche verstärkte Schmerzen bei Rückwärtsneigung (Foramen wird enger) Linderung durch Vorbeugen oder Sitzen (Foramen wird weiter) lokale Rückenschmerzen Der Schmerzcharakter ist oft stechend, elektrisierend oder brennend. Diagnose einer Foramenstenose Die Diagnostik umfasst typischerweise: 1. Anamnese und körperliche Untersuchung Prüfung von Reflexen, Kraft und Sensibilität Provokationstests wie Lasègue oder Kemp-Test 2. Bildgebende Verfahren MRT: Goldstandard zur Darstellung von Nerven und Bandscheiben CT: Ideal für knöcherne Veränderungen Röntgen: Gut zur Erkennung von Wirbelgleiten oder Arthrose 3. Neurophysiologie EMG / NLG zur Messung der Nervenfunktion Therapie der Foramenstenose Für die Behandlung der Foramenstenose stehen verschiedene Maßnahmen zur Verfügung – wobei die Physiotherapiebesonders effektiv ist. ⭐ Physiotherapie als wichtigste Maßnahme Die Physiotherapie spielt eine zentrale Rolle, da sie die Ursache der Beschwerden gezielt beeinflusst. Wichtige Ziele sind: Druckentlastung des betroffenen Nerves Verbesserung der Wirbelsäulenbeweglichkeit Muskelkräftigung und Stabilisierung Reduktion von Schmerz und Entzündung Verbesserung der Haltung und Alltagsbewegungen Wirksame physiotherapeutische Methoden Mobilisationstechniken zur Öffnung des Foramen Kräftigung der tiefen Rumpfmuskulatur Dehnungen verspannter Muskelgruppen Neurodynamik (Nervenmobilisation) Manuelle Therapie Faszienbehandlungen Haltungs- und Bewegungsschulung Medikamente (ergänzende Maßnahmen) NSAR zur Entzündungshemmung Schmerzmittel Muskelrelaxantien Infiltrationen und Spritzen periradikuläre Therapie (PRT) Injektionen an Facettengelenke Diese Maßnahmen können vorübergehend Linderung verschaffen, behandeln jedoch nicht die Ursache. Operation bei Foramenstenose (nur selten nötig) Eine OP kommt infrage bei: Lähmungserscheinungen schweren, therapieresistenten Schmerzen drohender Nervenschädigung OP-Verfahren: Foraminotomie / Foraminektomie mikrochirurgische Entfernung von Bandscheibenmaterial oder Osteophyten Fazit Die Foramenstenose ist ein häufiges, gut behandelbares Krankheitsbild. Die klare Abgrenzung zur Spinalkanalstenose hilft bei der richtigen Therapiewahl. Besonders die Physiotherapie bietet hervorragende Möglichkeiten, den Druck vom Nerv zu nehmen, Schmerzen zu reduzieren und langfristig für Stabilität zu sorgen. Bei uns im Kraftort Therapiezentrum erstellen unsere qualifizierten Physiotherapeuten einen individuellen Behandlungsplan für Ihre Beschwerden. Ihr Kraftort Team [...] Weiterlesen...

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